«WARUM DAS KIND IN DER POLENTA KOCHT»
Vorstellung vom
Freitag, 4. Februar 2005
20.30 Uhr
Aus der Perspektive eines Artistenkindes berichtet Aglaja Veteranyi in ihrem 1999 erschienenen Roman "Warum das Kind in der Polenta kocht" vom Leben eines Mädchens, das aufwächst zwischen Wohnwagen und Arena, auf der Suche nach Glück und mit dem steten Gefühl "abzubröckeln". Verloren in einer unbehausten Welt, getragen von der Sehnsucht, irgendwann irgendwo anzukommen, und begleitet von der steten Angst um die Mutter, die als Artistin an den Haaren in der Zirkusmanege hängt. So leidvoll die Erfahrungen der Ich-Erzählerin auch sind, in Veteranyis bilderreichen Erzählsplittern kommen sie unsentimental und mit einer überraschenden Leichtigkeit daher. Wie ihre Hauptfigur, entstammte auch die Autorin einer rumänischen Zirkusfamilie, die in den Westen flüchtete.

Serena Wey hat mit der Regisseurin Irmgard Lange den Roman für die Bühne bearbeitet und spielt die Figur des Mädchens mit der ihr eigenen Intensität und Präsenz - voller Melancholie und ohne Pathos.

Serena Weys Bühnenpartner sind ein Posaunist, ein Gitarrist und ein Akkordeonspieler (Andreas Marti, Roman Nowka, Heini Dalcher). Mit viel Musik erzählen sie gemeinsam von einem Leben, in dem das Leichte und das Schwere einander bedingen; wo letztlich der Kreis, der die Manege bedeutet, aufbricht um des Lebens willen.

Produktion: Theater etc. Basel
Eintritt: 38.-
erwerbslos, allein erziehend, Legi: 33.-
Küche: