INGOLD WILDENAUER
«DIE SANFTE»
VON FJDOR M. DOSTOJEWSKI
Vorstellung vom
Freitag, 29. April 2005
20.30 Uhr
Dostojewskis Erzählung «Krotkaja» erschien 1876, mit ersten Entwürfen hatte sich der Dichter jedoch bereits 1869 beschäftigt. Wieder stellt ein Protagonist sich in einem inneren Monolog vor und nach und nach bloss. Der namenlos bleibende Erzähler ist wahrlich keine Lichtgestalt. Einst war er ein Offizier, aber als er im Duell die Ehre seines Regiments verteidigen sollte, zog er es vor, seinen Abschied zu nehmen. Nach und nach sinkt er immer tiefer, bis er als Pfandleiher Rache nimmt an den Menschen, von denen er sich ausgestossen glaubt. Hoffnung verheisst ihm die Ehe mit einer jungen Frau. Doch ihre Sanftmut und Reinheit trifft auf einen unstillbaren Machthunger, der «die Sanfte» in den Selbstmord treibt. Vor der aufgebahrten Leiche beginnt der Witwer eine gnadenlose Abrechnung mit sich selbst. «Kindlers Literatur Lexikon» lobt Fjdor M. Dostojewskis «Sanfte» als «vollendetste seiner Erzählungen». Ingold Wildenauers szenische Umsetzung macht daraus einen «phantastischen» Monolog einen packenden Theaterabend.

Der Schauspieler Ingold Wildenauer ist vielen bekannt als Mitglied des Zürcher Schauspielhaus-Ensembles. Er gilt als profunder Kenner des Werkes von Fjdor M. Dostojewski. Seine theatralische Umsetzung der «Brüder Karamasov» anfangs der 80er Jahre im Tramdepot Tiefenbrunnen ist heute noch legendär...

Spiel, Inszenierung und Bearbeitung: Ingold Wildenauer
Bühne und Technik: Marinus Vontobel, Licht: Martin Burkhardt
Eintritt: 38.-
erwerbslos, allein erziehend, Legi: 33.-
Küche: